Zur Startseite

Startseite | AGB | Widerrufsrecht | Datenschutz | Versandkosten | Volumengewicht | Lieferzeit | Zahlarten | Anfragen | Impressum
» Start » Marktsituation Naturfüllstoffe
Großabnehmer



Rabatte werden automatisch berechnet

Bei Vorkasse per Banküberweisung weitere 2 % Skonto


Newsletter



eintragen
austragen
Ich möchte den Newsletter abonnieren. Abmeldung jederzeit möglich. (Bitte anklicken)

Naturfüllstoffe am Wendepunkt

- Erläuterung der Marktsituation unter dem Einfluss der globalen Agrarmärkte -

Naturfüllstoffe sind Nebenprodukte der Nahrungsmittel-Herstellung und werden von den regionalen und globalen Agrarmärkten maßgeblich beeinflusst. Die Geschehnisse in jüngster Zeit konnten deshalb nicht ohne Einfluss auf die Naturfüllstoffe sein. Wegen der teilweise sehr gravierenden Veränderungen, möchten wir nachfolgend einen kurzgefassten Überblick geben:

Weltweit und auch innerhalb der EU bestand in den zurückliegenden Jahrzehnten bei Agrarprodukten ein ständiges Überschussproblem mit nachhaltigem Preisdruck. Ohne politisches Zutun wurden diese Überschüsse in den letzten Jahren durch Mehrverbrauch in beängstigendem Umfang weltweit abgebaut. Nennenswerte Vorräte sind nicht mehr vorhanden und lassen sich auch schwer wieder aufbauen. Man lebt sozusagen von der Hand in den Mund.

Jeder vorübergehende Mehrverbrauch oder jede etwas geringere Ernte kann bereits zu Knappheit und Preiserhöhungen führen und genau dies geschah bei sämtlichen Agrarprodukten. In den letzten 3 Jahren sind die Preise aller wesentlichen Agrarprodukte etwa um das 2 bis 2 ½ -fache gestiegen.

Die ersten Anzeichen für eine solche Entwicklung wurden vor 3 Jahren nicht ernst genommen. Fachleute waren sich damals einig, dass die gestiegenen Preise das Angebot erhöhen und der Markt sich durch Mehrproduktion selbst regulieren würde. Nach mehreren Jahren der Preissteigerungen zeigte sich zur Ernte 2007 durch einen erneuten Preisschub jedoch definitiv, dass in der Tat eine völlig neue Situation entstanden ist, mit der man in Zukunft wird leben müssen.

Zu den wesentlichsten Naturfüllstoffen berichten wir folgendes:

D i n k e l s p e l z e n

Die Preissteigerungen für Dinkel setzten vor 2 Jahren ein. Wie bei anderen Getreidearten dachte man damals, dass dies nur eine vorübergehende Erscheinung sei und sich alles wieder einpendeln würde. Seit der Ernte 2007 weiß man jedoch, dass sich an den Agrarmärkten weltweit endgültig ein Wandel vollzogen hat. Die bisherigen Überschüsse gehören ein für allemal der Vergangenheit an und damit auch der enorme Preisdruck, den die Landwirte in der Vergangenheit zu spüren bekamen.

Dinkel ist heute gesucht wie Gold und sehr teuer geworden. Die Preise sind allein im letzten Jahr um rund 67 % angestiegen, weshalb auch Dinkelspelzen davon nicht unberührt bleiben konnten. Die Versorgung mit Dinkelspelzen konventionell + Bio ist gegeben, wenngleich aber auch nicht üppig.

H i r s e s c h a l e n

Der europäische Hirseanbau stand in den letzten Jahren ebenfalls unter ständigem Preisdruck. Mancher Landwirt hat sich deshalb von diesem Anbau abgewendet. Hinzu kommt nun, dass die Ernte 2007 sehr schlecht ausgefallen ist. Man spricht von Mindererträgen herab bis zu ca. 50 %. Die Mengen aus der Ernte 2007 sind weitgehend geschält. Die Schälindustrie versucht derzeit am Weltmarkt zuzukaufen. Dort ist in der Regel aber nur kleinkörnige Hirse erhältlich, deren Schalen man wegen des höheren spezifischen Gewichtes bislang abgelehnt hat. Man wird bei Hirseschalen mit folgendem rechnen müssen: Die grobkörnigen Hirseschalen werden sehr bald nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen und werden zunehmend durch kleinkörnige Hirseschalen ersetzt werden. Gelingt die Versorgung unserer Schälindustrie mit kleinkörniger Hirse nicht oder in nicht ausreichendem Maße, so müsste man bei Hirseschalen noch während dieser Saison mit Engpässen rechnen. Die Marktsituation hat dazu geführt, dass Hirseschalen ebenfalls im Preis angezogen haben.

R a p s s a m e n

Bei Raps liegt dieselbe Situation vor wie bei sämtlichen Getreidearten, sei es nun Weizen, Braugerste, Dinkel, Hafer oder nur Futtergetreide. Raps wird eben der Speiseölherstellung vor allem zur Herstellung von Bio-Kraftstoff verwendet. Er wird sehr gut bezahlt und zieht die Preise der anderen Getreidearten mit nach oben. EUweit ist vorgesehen, binnen weniger Jahre den mineralischen Kraftstoffen 8 % Bio-Diesel (Rapsmethylester) beizumischen. In der BRD wurde deshalb ab 01.01.07 ein Beimischungszwang eingeführt. Dieser verpflichtet die Mineralölindustrie, den mineralischen Kraftstoffen stufenweise Bio-Diesel beizumischen bis die Zielmarke von 8 % im Jahr 2011 erreicht ist. Man will damit eine gewisse Unabhängigkeit von Rohölimporten erreichen. In der Tat aber steht Raps im Wettbewerb zu den anderen Getreidearten und trägt mit dazu bei, das hohe Preisniveau der Agrarprodukte zu stabilisieren oder gar noch weiter anzuheben. Es besteht zwischen den verschiedenen Getreidearten ein gewisser Flächenwettbewerb. Was nicht attraktiv ist wird nicht mehr angebaut. Selbstredend gibt es heute auch keine Flächenstilllegungen mehr, sondern jede Fläche wird voll genutzt.

D i n k e l k e r n e

Über Dinkelspelzen und Dinkelkerne wurde oben hinreichendes ausgesagt. Es ist selbstverständlich, dass die thermisch behandelten Dinkelkerne ebenfalls im Preis nach oben gehen mussten.

K i r s c h k e r n e

Bis vor wenigen Wochen war der Markt mit Kirschkernen ausreichend und zu günstigen Preisen versorgt. Aber auch hier ist ein Wandel eingetreten, der alles andere in den Schatten stellt.

Es gibt derzeit so gut wie keinen Nachschub an Kirschkern mehr. Nur ganz sporadisch wird zu Preisen angeboten, die annähernd doppelt so hoch liegen wie im Herbst. Es ist eine fatale Entwicklung eingetreten. Die Zusammenhänge sind folgende:

Die polnische Kirschenernte 2007 ist sehr schlecht ausgefallen, da es im Mai 2007 Frostschäden gab. Marktberichten zufolge ging man davon aus, dass die geringere Kirschenernte nicht einmal den polnischen Inlandsbedarf abdecken kann. Dass sich dies auch auf die Kirschkerne auswirken muss, steht außer Frage. Aufgrund der geringeren Ernte bestand viel weniger die Notwendigkeit, Kirschen während der Ernte einzufrieren und erst später zu verarbeiten. Das meiste konnte noch während der Ernte verarbeitet werden. Aus diesem Grund gibt es derzeit nur noch sehr wenig Kirschkernnachschub aus den Kühlhäusern. Angesichts der gestiegenen Einstandspreise für Kirschen haben die Kühlhäuser inzwischen auch die Preise für ungereinigte Kirschkerne drastisch erhöht, nachdem sie dies im Sommer 2007 versäumt haben.

Auch die Reinigungs- und Trocknungsbetriebe für Kirschkerne haben es im vergangenen Jahr versäumt, den gestiegenen Energiekosten durch eine angemessene Preiserhöhung Rechnung zu tragen. Erschwerend kommt hinzu, dass in Polen die Löhne kräftig ansteigen. Die Reinigungs- und Trocknungsbetriebe stellen nun lapidar fest, dass sie eigentlich ein ganzes Jahr umsonst gearbeitet oder gar noch Verlust gemacht haben. Dies alles führt nun zu einer drastischen Preiserhöhung, ohne dass genügend Menge angeboten werden könnte.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass sich der Nachfragemarkt erheblich gewandelt hat. Wir bekommen heute zunehmend Nachfragen aus der Lebensmittel- bzw. Kosmetikindustrie nach losen Kirschkernen. Auch haben wir Abnehmer, die große Mengen Kirschkerne anfragen, die dann als Strahlmittel bei der Metallbearbeitung verwendet werden. Das ganze ist verbunden mit einer zunehmenden Nachfrage aus dem Ausland. Der Kirschkern hat sich endgültig von einem "Abfallprodukt" hin zu einem wertvollen und nachgefragten Rohstoff gewandelt.

Mit Unverständnis haben wir vor diesem Hintergrund auch das Marktverhalten einiger Wettbewerber beobachtet. Es ist in den letzten Monaten, für uns ohne erkennbaren Grund, Ware auf den Markt geschmissen worden, die nicht erst aus heutiger Sicht, zu Ramschpreisen angeboten worden ist. Wir sind fest überzeugt, dass diese Preispolitik sich sehr bald als Bumerang erweisen wird.

Wir haben uns dieser völlig neuen Situation anpassen müssen. Wir sind bemüht, doch noch die eine oder andere Menge zu erhalten, um den Anschluss  an die neue Ernte zu finden. Zusammengefasst wird man aber damit rechnen müssen, dass die Zeiten der Kirschkernpreise auf niedrigstem Niveau ein für allemal der Vergangenheit angehören.

T r a u b e n k e r n e

Mit Traubenkernen sind wir gut versorgt, jedoch wird von den Trocknungs- und Reinigungsbetrieben hier und dort über die hohen Energiekosten geklagt. Es ist deshalb eine leichte Preisanhebung evtl. ab Herbst 2008 nicht auszuschließen.

Naturfüllstoffe



www.kirschkerne.biz
Warenkorb


Ihr Warenkorb ist leer

Gesamt:0.00 EUR

inkl. MwSt. | zzgl. Versand
Anzeigen | Kasse | Löschen

Zahlarten




Produktsuche



Alle Begriffe finden (und)
Mind. einen finden (oder)